Kunst und Kultur 

Gerade in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, zunehmender Verunsicherung und wachsender Spannungen ist das Festhalten an unserer Kunst und Kultur von elementarer Bedeutung. Sie sind weit mehr als Unterhaltung oder Tradition – sie sind Ausdruck unserer Werte, unserer Geschichte und unseres gemeinsamen Selbstverständnisses.

Konrad Adenauer brachte es treffend auf den Punkt:
„Kunst und Kultur sind edelster Ausdruck menschlichen Geistes und schutzwürdiges Gut der Nation.“

Dieses Zitat ist aktueller denn je. Kunst und Kultur geben Orientierung, schaffen Identität und ermöglichen Verständigung über Grenzen hinweg. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und erinnern uns daran, wofür wir stehen – als Gemeinschaft, als Demokratie, als offene Gesellschaft.

Gerade jetzt ist es unsere gemeinsame Aufgabe, Kunst und Kultur zu bewahren, zu fördern und sichtbar zu machen. Denn wer seine Kultur schützt, schützt auch die Zukunft seiner Gesellschaft.

Thomas Boger


Vita

Thomas Boger ist ein deutscher Dirigent, dessen künstlerische Arbeit eine tiefe Verwurzelung in der klassischen und romantischen Orchestertradition mit Offenheit für zeitgenössische Musik, Filmmusik und genreübergreifende Konzertformate verbindet. In insgesamt 17 Jahren als Chefdirigent und musikalischer Leiter professioneller Orchester in Deutschland prägte er deren Klang, Programmgestaltung und öffentliche Präsenz.

Von 2009 bis 2024 leitete Boger als Chefdirigent das Polizeiorchester Niedersachsen in Hannover. Neben sinfonischen und konzertanten Programmen gehörten Tonträger- und Rundfunkproduktionen, die Entwicklung vielfältiger Konzertformate sowie die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern zu den Schwerpunkten seiner Tätigkeit. Zu seinen musikalischen Partnern zählen unter anderem der Pianist Prof. Markus Becker, der Cellist Oliver Mascarenhas und der Trompeter Rupprecht Drees.

Von 2024 bis 2026 war Boger Leiter und Chefdirigent des Repräsentationsorchesters des Landes Nordrhein-Westfalen in Hagen und verantwortete neben der künstlerischen Leitung auch die organisatorische und musikalische Weiterentwicklung des Ensembles.

Ergänzend zu seinen festen Leitungspositionen übernahm Thomas Boger Gastdirigate bei verschiedenen Orchestern, darunter das Polizeiorchester Bayern in München, das Bundespolizeiorchester Hannover, das Heeresmusikkorps 1 und die Junge Bläserphilharmonie NRW. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Klangkörpern erweiterte seine künstlerischen Erfahrungen und unterstreicht seine Vielseitigkeit als Dirigent.

Sein Repertoire reicht von Werken Bachs, Beethovens, Brahms’, Bartóks und Dvořáks bis zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Filmmusik, jazzgeprägte Kompositionen und Crossover-Projekte ergänzen sein künstlerisches Spektrum. Auch Uraufführungen, Einspielungen und eigene Bearbeitungen sind feste Bestandteile seiner Arbeit. Im Mittelpunkt seiner Interpretation stehen ein differenzierter Orchesterklang, klangliche Transparenz und eine ausdrucksstarke musikalische Phrasierung.

Bevor sich Thomas Boger dem Dirigieren widmete, erhielt er seine instrumentale Ausbildung als Trompeter unter anderem bei Prof. Otto Sauter und Prof. Max Sommerhalder. Als professioneller Orchestermusiker sammelte er anschließend umfassende Erfahrungen in unterschiedlichen Klangkörpern. Zu seinen musikalischen Stationen zählen unter anderem das Orchester des Schleswig-Holstein Musikfestivals, das Münchner Kammerorchester und das Staatsorchester Oldenburg sowie Ensembles für Alte Musik, darunter das Bach Consort Leipzig, Concerto Brandenburg, Salzburg Barock und das Göttinger Barockorchester.

Seine dirigentische Ausbildung führte ihn zu Prof. Hans Joachim Kauffmann an die Hochschule für Künste Bremen und zu Joachim Harder an die Hochschule für Musik Detmold. Weitere künstlerische Impulse erhielt er durch ein mehrjähriges privates Dirigierstudium bei dem niederländischen Dirigenten Pierre Kuijpers am Conservatorium Maastricht. An der Hochschule für Musik Detmold absolvierte er zudem ein Studium der Musikpädagogik, das er erfolgreich abschloss.

Die unmittelbare Erfahrung als Orchestermusiker, das Musizieren unter unterschiedlichen Dirigentenpersönlichkeiten sowie die intensive Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis bilden gemeinsam mit seiner dirigentischen Ausbildung die Grundlage seines künstlerischen Selbstverständnisses. Sie prägen bis heute seine Vorstellungen von Orchesterklang, sein Gespür für das kammermusikalische Zusammenspiel innerhalb des Orchesters sowie seine differenzierte Gestaltung von Artikulation, Phrasierung und musikalischem Ausdruck.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Musikvermittlung und Publikumsentwicklung. Mit innovativen Konzertformaten und Projekten für junge Zielgruppen verbindet er musikalischen Anspruch mit gesellschaftlicher Relevanz und dem Ziel, neue Zugänge zur Orchestermusik zu eröffnen. Künstlerische Qualität und eine lebendige, publikumsnahe Konzertgestaltung versteht er dabei als untrennbar miteinander verbunden.


“Fantastische magische Stimmung”

Standing Ovation für Polizeiorchester Niedersachsen in Göttinger Johanniskirche. Rund 35 Musikerinnen und Musiker sorgten mit ihrem hochprofessionellen Spiel unter der Leitung von Thomas Boger für einen eindrucksvollen, musikalisch abwechslungsreichen Abend und ernteten vom begeisterten Publikum Standing Ovation. 

(Göttinger Tageblatt) 

“Facettenreicher Hörgenuss”

Und das macht diesen Dirigenten aus: das ruhige Wirken, das Denken an andere, die Anerkennung der Leistung seiner Musiker, sein in den Hintergrund treten, obwohl er rein physisch im Vordergrund stand. Dieses Konzert hätte man so, wie es war, auf eine CD pressen können. 

(Celler Zeitung)

“Das war das musikalische Highlight des Jahres” 

Das Orchester unter der Leitung von Thomas Boger bot den Zuhörern ein abwechslungsreiches, auf Kirchenräume zugeschnittenes Programm…Dabei zeigte das Orchester nicht nur eine große Bandbreite des Repertoires, sondern überzeugte das Publikum vor allem durch die musikalische Leistung mit einer großen Vielfalt der musikalischen Ausdrucksmitte, einem hohen künstlerischen Niveau und einem Klangkörper, der selbst in leisen Passagen mühelos das Kirchenschiff füllte. 

(Sulinger Kreiszeitung)

Freude an Bänkelsängern und Artie Shaw” 

Ein sensationelles, großartiges Konzert mit sinfonischer Blasmusik zelebrierte das Polizeiorchester Niedersachsen unter der mitreißenden Leitung von Thomas Boger…Ein absoluter Höhepunkt war das Konzert für Klarinette und Orchester von Artie Shaw, dem amerikanischen Jazz-Klarinettisten, Arrangeur, Komponist, Bandleader und Autor. Yoshitaka Sumita spielte seinen solistisch, jazzigen Part mit virtuoser Eleganz und klanglichem Raffinement. Dabei begleitete ihn das Polizeiorchester versiert in den rhythmische schwierigen Passagen unter der profunden Leitung von Thomas Boger. 

(Peiner Zeitung) 

“Klangwucht mit plastischen Konturen”

Johann Sebastian Bachs „Passacaglia“ c-Moll, BWV 582 ist schon in der originalen Orgelversion ein machtvolles Stück Musik. Thomas Boger hat sie für sein Orchester bearbeitet, gibt ihr bei aller Klangwucht auch sehr plastische Konturen, wenn er Themen und Motive in sogenannter durchbrochener Arbeit durch die Orchestergruppen laufen lässt. Bachs Werk erfährt hier immense Klangfarbigkeit und schwelgerisch-romantische Ausdruckskraft…

…Nach einer spannungsgeladenen Introduktion gaben die Musiker dem „Norwegischen Tanz“ Nr. IV von Edvard Grieg ausgelassene Wildheit und – im Mittelteil – naturhafte Poesie von Flöten und Klarinetten. Auch in den „Variationen über ein koreanisches Volkslied“ von John Barnes Chance wusste das Polizeiorchester mit Klangfeinheit und Orchestervirtuosität und immer wieder auch mit der Virtuosität der Solopartien zu glänzen.

(Delmenhorster Kurier) 

“Sensibler Dialog der Bläser”

Die Akustik der St. Trinitatis Kirche und der Klang des Polizeiorchester Niedersachsen sind Freunde… So auch beim Eröffnungswerk, der für Bläser eingerichteten Toccata und Fuge d-moll von Johann Sebastian Bach. Die Bläser bewiesen in der Fuge höchst polyphone Transparenz. Flöten, Oboen, Klarinetten lieferten sich einen sensiblen Dialog mit dem Blech und ließen das populäre Werk mit einem mächtigen Tutti enden. Auch in der “Peer Gynt Suite” gibt es Licht und Schatten, zarte Momente und geradezu brutale akustische Ballungen. Orchesterleiter Thomas Boger wahrte stets die Balance zwischen den Stimmgruppen und so erblühte in der “Morgenstimmung” ein zarter nordischer Tag, der sich in dynamischer Steigerung des gesamten Orchesters zur strahlenden Schönheit eines frischen Naturbildes entfaltete. Über die mystische feierlichen Effekte in “Ases Tod” und dem graziösen Rhythmus von “Anitras Tanz” brachen dann die Brachialeffekte des voll aus sich herausgehenden Orchesters, unterstützt von der virtuosen Percussionsgruppe, über das Publikum herein. 

(Celler Zeitung)

„Garant für musikalische Qualität“

mit einem außergewöhnlichen Programm ist das Polizeiorchester Niedersachsen unter der Leitung von Thomas Boger, bestens bekannt in der Lessingstadt. St. Trinitatis erwies sich wiederum als großartiger Veranstaltungsort für das machtvoll aufspielende Ensemble. Ohne den sonst so störenden Nachhall konnten sich die gewaltigen Klangmassen im Sakralbau ausbreiten, auch leise Passagen verloren nichts von ihrer Intimität. Die haben Komponisten wie Thiemo Krass in ihre Musik eingewebt. „Imagasy“ nennt er sein Tongemälde, ein Kunstwort aus „Imagination“ und „Fantasy“. Die Musiker entführen ihr Publikum in eine Traumwelt voll schillernder Klangfarben. Da klopft die Percussion einen dumpfen Rhythmus, das Orchester breitet sich flächig aus, sucht sein Thema und dann erklingt eine hymnische Melodie voller Inbrunst. Die erfüllt sich schließlich in gewaltigen Entladungen. Boger entgeht der verständlichen Versuchung, sein Publikum mit mächtigem Gedröhn zu beeindrucken. Stattdessen immer wieder Atmosphärisches wie im „Engels-Terzett“ aus Mendelssohns „Elias“. Über der von Posaunen und Trompeten wirkungsvoll gestalteten spirituell durchwirkten Klangfläche vereinigen sich Flöten und Klarinetten zu einem zauberhaften Gesang, der menschlichen Stimme vergleichbar. 

(Braunschweiger Zeitung)

“Polizeiorchester in Symbiose mit Rainbirds und Planet Emily: Festival der Generationen” bringt Aegi in Fahrt” 

Auch die zweite Auflage erfüllte seinen Zweck voll und ganz. Es machte Betagte, Mittelalter und Jungen ebenso viel Spaß wie den Künstlern auf der Bühne. Das Polizeiorchester unter der Leitung von Thomas Boger glänzte mal mit raffinierten Jazz-Arrangements, mal mit der angemessenen aufgepumpten Bombast-Pop-Nummer “Music” von John Miles. Boger spielte immer auch die Fähigkeiten seiner Solisten in den Vordergrund. Mit den Bands ging der orchestrale Musikkörper eine Symbiose ein. Vom Rainbirds-Hit “Blueprint” habe sie schon unendlich viele Versionen gespielt, gestand Sängerin Katharina Franck, doch die Variante mit dem Polizeiorchester sei “die Krönung aller Versionen”. 

(Neue Presse, Hannover) 

Unter dem energiegeladenen Dirigat Thomas Bogers lieferten die Bläser sowohl dem „Hobbit“-Satz aus Johan de Meijs „Herr der Ringe“-Symphonie als auch dem bravourös geschwungenen „Tanz der Stunde“ aus Amilcare Ponchiellis Inquisitions-Oper „La Giaconda“ eine klangliche und rhythmische Klasse(n)leistung. Und fürs „James-Bond“-Medley konnte Boger auf mehr Geheimwaffen zurückgreifen, als der Agent Ihrer Majestät je im Ärmle gehabt hat: In seinem glänzend besetzten Orchester tummelt sich der eine oder andere „Jugend musiziert“-Preisträger. 

(Neue Westfälische Gütersloh)

Durch seine Professionalität am Pult riss Thomas Boger die Orchester mit zu farbiger Lautmalerei und bewegtem Wechsel zwischen Holz- und Blechinstrumenten.

(Die Glocke Gütersloh)

Johann Sebastian Bach

Air aus der Orchestersuite D-Dur

Arr.: Björn Vüllgraf

Leroy Anderson 

Christams Festival 

Satoshi Yagisawa

The Benefaction from Sky and Mother Earth 

Herbert Grönemeyer 

Halt mich

Arr.: Andreas Bürgel 

Traditional 

Still, Still … Chill 

Arr.: Jörg Murschinski

Traditional 

We wish you a merry  Chrismas

Arr.: Guido Rennert